„Werde alles geben, damit sich die Schützen wohl fühlen“

Christian Klauenbösch engagiert sich am Kantonalschützenfest

Kantonal statt international: Das gilt für Christian Klauenbösch am Aargauer Kantonalschützenfest im Bezirk Zofingen von Mitte Juni bis anfangs Juli. Der Bottenwiler steht für einmal nicht nur als Athlet, sondern auch als Standchef im Einsatz.

Im Grundsatz sei es ja dasselbe, meint Christian Klauenbösch. Ob kantonal oder international: An beiden Orten werde geschossen und jeder Teilnehmer versuche sein Bestes zu geben. Aufs Wesentliche reduziert mag das stimmen, mindestens die Atmosphäre ist aber kaum vergleichbar. Das gibt Klauenbösch auch zu: „An einem internationalen Wettkampf kennt man die Konkurrenz teilweise auch gut, an einem Kantonalen sind es aber meistens gute Kollegen, gegen die man sich beweisen muss.“ Der Wettkampf sei international strikter und die Vorbereitung intensiver. „Aber an einem Kantonalen soll auch immer der gemeinschaftliche und freundschaftliche Aspekt im Zentrum stehen“, sagt der Schützenkönig von 2010. Dies dürfte in der Tat der Hauptunterschied sein. Seit jeher gilt ein Schützenfest auch als Gesellschaftsanlass. Die Wichtigkeit dieses Aspekts entgeht auch einem Spitzenschützen wie Klauenbösch nicht, der für seine Wettkämpfe um die Welt reist. Der bodenständige Bottenwiler hat aber nie vergessen, wo auch er einmal klein angefangen hat.

Voller Einsatz auch auf der anderen Seite

An einem internationalen Anlass müssen sich die Schützen nicht gross um das Drumherum kümmern. Am Kantonalen in Zofingen hingegen schert sich Klauenbösch sehr wohl um das Drumherum, denn das wird seine Aufgabe sein. Klauenbösch ist Hauptverantwortlicher für den Pistolenbereich und zudem verantwortlich für die Durchführung der Kurzdistanz-Wettbewerbe (Pistole) auf dem Stand Zofingen. Auch wenn er zum ersten Mal so eine Aufgabe übernehme, erwarte er von sich selber nichts weniger als eine möglichst reibungslose Durchführung der Wettkämpfe. Ganz der Profi eben. „Ich werde alles geben, damit sich die Schützen in Zofingen wohl fühlen.“ Etwas dem Zufall überlassen, war auch noch nie seine Art.

Am meisten freue er sich darauf, einmal auf der anderen Seite stehen zu können und einen Anlass zu organisieren. „Nicht nur konsumieren“, fügt Klauenbösch an. Zudem denkt er bereits an die Zukunft und die Talente von morgen. Jeder junge Schütze und jede junge Schützin solle versuchen, die Junioren-Festsiegerkonkurrenz zu erreichen. „Da kann ein junger Schütze oder eine junge Schützin wertvolle Erfahrung sammeln für zukünftige Schiessanlässe.“ Schützenkönig Klauenbösch weiss, wovon er spricht.

Für einmal auf der anderen Seite: Als Athlet hat Christian Klauenbösch schon viel Erfahrung, als Organisator ist er noch ein Rookie.